Keynote-Speaker
11. Mai 2012, 09.15-10.15 Uhr
Agiles Projektmanagement in großen Organisationen
Almer Podbicanin, Senior Vice President | Chief Process Office SAP AG
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Agile Projektmanagement-Methoden, wie z.B. Scrum, sind mittlerweile in der Softwarenentwicklung weit verbreitet und in der Praxis etabliert. Ihre Einführung und Umsetzung auf Teamebene, sowie für kleinere Projekte ist überschaubar und weitgehend erfolgreich. Die Herausforderung besteht darin, die Methode über die Teamebene hinaus auf große Entwicklungsbereiche oder gar auf ganze Softwareentwicklungsunternehmen anzuwenden. Dieses hat erhebliche Auswirkungen auf die Aufbauorganisation, die Rolle des Managers und die Mitarbeiter eines Unternehmens.
Zur Person:
Almer Podbicanin ist seit über 14 Jahren in der Software Industrie tätig. Er bekleidete mehrere Managementpositionen und war u.a. für die Einführung von Lean und Agile in der SAP Softwareentwicklung verantwortlich. Weiter leitete er die CRM Softwareentwicklung bei SAP in Deutschland, hierbei konnte er erste Erfahrungen mit dem Einsatz von Scrum sammeln. Zuvor war er verantwortlich für zahlreiche, strategische Entwicklungsprojekte der gesamten Produktpalette der SAP. Vor seiner Tätigkeit bei SAP hatte Almer Podbicanin mehrere Projektmanagement und Consulting Positionen bei IBM.
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12. Mai 2012, 09.00-09.45 Uhr
Improvisation als Technologie
Christopher Dell, ifit, Institut für Improvisationstechnologie
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Christopher Dell wird seine spezifische Herangehensweise an das Thema Improvisation darlegen. Für ihn ist Improvisation weder etwas, das passiert, wenn etwas nicht klappt, noch eine Angelegenheit für Genies sondern einfach konstruktiver Umgang mit Unordnung. Als solche stellt sie, so Dells These, eine Technologie dar, die zuerst erfordert, einen spezifischen Blick auf die Handlungswirksamkeit von Unbestimmtheit zu erlangen. In der Lecture/Performance spricht Dell und spielt auch.
Zur Person:
Christopher Dell ist Theoretiker und Komponist. Er war Dozent für Architekturtheorie an der Universität der Künste Berlin und Gastprofessor für Theorie am Lehrstuhl Städtebau/Urban Design an der HafenCity Universität Hamburg. Dort leitete er das UD Meta Lab, Studio für angewandte Theorie. Dell ist Leiter des ifit, Institut für Improvisationstechnologie, Berlin. Mit dem ifit war Dell Initiator und Kooperationspartner des BMBF Forschungsprojekts MICC mit dem Orglab, Universität Duisburg-Essen. In disziplinübergreifenden Arbeitskonstellationen sucht Dell relationale Handlungsformen als Verfahren zu konzeptionalisieren und für Gestaltung fruchtbar zu machen.
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12. Mai 2012, 09.45-10.30 Uhr
Agilität: Aus den Fehlern der Industrialisierung lernen
Jutta Eckstein, IT communication
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Die Industrialisierung zeichnet sich vorrangig durch Aufgaben- und Arbeitsteilung aus sowie durch Rationalisierung und (vorgetäuschte) Planbarkeit. Dadurch entstehen Konzepte wie die Arbeit in Multiprojekten, die Vermischung von Schätzung und Planung sowie allzu häufig das außer Acht lassen von (sozialen) Werten.
Das agile Wertesystem setzt dahingehend darauf, auch komplexe Aufgaben von interdisziplinären Teams eigenständig bearbeiten zu lassen und setzt darüber hinaus darauf, dass Pläne sich grundsätzlich ändern. Agilität führt v.a. dann zu nachhaltiger Verbesserung, wenn sie als Teil einer größeren Entwicklung gesehen wird, bei welcher es darum geht mehr Verantwortung zu übernehmen, eine höhere soziale Kompetenz einzufordern sowie die Idee der lernenden Organisation als Schlüssel zum Erfolg zu sehen.
Zur Person:
Jutta Eckstein, Partner von IT communication, arbeitet seit über fünfzehn Jahren als Coach, Beraterin und Trainerin im In- und Ausland. Weltweit verfügt sie über eine einzigartige Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung agiler Prozesse in mittleren bis großen, verteilten, unternehmenskritischen Projekten, wovon auch ihre Bücher "Agile Softwareentwicklung mit verteilten Teams" und "Agile Softwareentwicklung im großen Projekten" handeln. Sie ist Mitglied der AgileAlliance und im Programmkomitee verschiedener europäischer und amerikanischer Konferenzen zu den Themen agiles Vorgehen, Objektorientierung und Patterns. Jutta Eckstein wurde 2011 von der Computerwoche in die Top 100 der bedeutendsten Persönlichkeiten der Deutschen IT gewählt.
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